Heilwirkung

Der Spitzwegerich hat eine sehr wirksame Kombination an Pflanzenwirkstoffen. Deshalb ist er eine der wirksamsten Pflanzen gegen Husten. Sie wirkt reizmildernd, entzündungs- und hustenhemmend. Ebenso weist er eine gewebefestigende und zusammenziehende Wirkung auf.

Essbare Teile und Gerichte

Die Knospe des Spitzwegerichs hat einen champignonähnlichen Geschmack. Deshalb können die Köpfchen für eine Suppe verwendet werden. Wer also keine Pilze mag, kann diese mit den Köpfen des Spitzwegerichs ersetzten. Dafür einfach ein Grundrezept für Suppen verwenden.

Kulturelle Bedeutung

Aus dem germanischen wird der Name hergeleitet aus wega = Weg und rik = Herrscher. So gilt der Spitzwegerich als Herrscher des Weges. Da ist er auch zu finden.

Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung

Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für die Raupen.

Anwendungsbereiche

  • Atemwege: Entzündungen des Mund- und Rachenraums, Bronchitis, Husten (spez. Bei Kindern), begleitend bei Lungenentzündungen und Asthma, angegriffene Lungen z.B. bei Rauchern
  • Haut: Hautentzündungen, Windeldermatitis, Insektenstiche, Verbrennungen, kleinere Wunden, Blasen

Aus dem Spitzwegerich kann der Erdkammersirup hergestellt werden. Dafür nimmt man ein Weckglas und befüllt er abwechselnd mit Spitzwegerichblättern und Honig bis zum Rand. Dann das Glas gut verschliessen. Das Glas wird anschliessend ca. 50 cm tief in den Erdboden vergraben. Nach 3 Monaten kann man das Glas wieder rausholen und absieben. So entsteht ein genialer Hustensaft. Dieser hält ca. 1 Jahr.

Das frische Blatt des Spitzwegerichs kann auch bei Blasen an den Füssen angewendet werden. Dafür werden 5-6 Blätter verknotet und zwischen den Händen gerieben. So tritt der Frischpflanzensaft aus und kann auf die Blase gerieben werden.

Bei der Anwendung dieser Pflanzen sollte wie bei Medikamenten immer eine Rücksprache mit einem Arzt, einer Ärztin oder Heilpraktiker erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

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